René Grandjean

Independent-Schriftsteller

René Grandjean hat sich entschieden. Er schreibt. Literatur aus dem Off. Unabhängig, unverwässert. Mit Seele, manchmal voll Wehmut. Aber immer mit Rhythmus. Geschichten von woanders. Von den Orten, vor denen Deine Mutter Dich gewarnt hat.

Finstere Wälder, in denen zwielichtige Nachtalben der feuchten Erde entsteigen, untote Hunde Kotze heißen und treue Gefährten in der alles entscheidenden Schlacht gegen das verhasste Menschengeschlecht werden. Wo heidnische Götter auf Erden wandeln und lang vergessene Magie die schwarzen Sonnen in den schmelzenden Augen entfacht. Das ist „Der Sommer der Vergessenen“ - Fantasy Literatur, wie sie im deutschsprachigen Raum selten ist.

Der Sommer der Vergessenen

René Grandjean

Im beschaulichen Ort Neunseen, wo der dreizehnjährige Rolo Blutgut seine Tante besucht, scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Eine Stadtwache patrouilliert, die Menschen sind altmodisch gekleidet, pflegen mystische Rituale. Und als Rolo auch noch auf die Nachtalben Driftwood und Socke trifft, beginnt ein Abenteuer, das seine Welt auf den Kopf stellen soll. Denn die Nachtalben haben eine Mission. In einer fernen Vergangenheit lebten Menschen mit magischen Wesen Seite an Seite. Bis Ostaguul, der Nachtbringer, der mächtigste aller Zauberer, die Herrschaft begehrte. Die Elben zerstörten in höchster Not die Quelle aller Magie. So wurde Ostaguul seiner Macht beraubt. Aber nicht nur er. Die Welt wurde entzaubert. Die Menschen vergaßen die alten Bündnisse. Zwerge, Elben, Halblinge wurden zu Dämonen erklärt, gejagt und vernichtet. Driftwood und Socke wollen die Magie zurückbringen. Und Rolo soll sie führen. Durch eine moderne Welt, die ihnen völlig fremd geworden ist. Ausgestattet mit einem magischen Stein – dem Eiphon – machen sich die Drei auf die Reise. Und Ostaguuls finstere Diener, die Irrlichter, sind ihnen dicht auf den Fersen.

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Doch bevor der nächste Band verrät, wie es mit Rolo Blutgut, Driftwood, Socke und Kotze weitergeht, hat René Grandjean eine andere Mission: Durch die Zeit zurück schickt er Nori Greth ins Jahr 1985. Lässt ihn seine Kindheit erneut erleben. Um das Bombenattentat auf das Live Aid Festival zu verhindern, das sein Leben zerstören wird. Ein Attentat, das es nie gegeben hat. Oder? Davon berichtet „Make new Memory oder wie ich von vorn begann“.

Make new Memory oder wie ich von vorn begann

René Grandjean

Nori Greth kehrt zurück. Rückwärts durch die Zeit ins Jahr 1985. Wieder dreizehn bekommt er die Chance, seine Kindheit erneut zu erleben. Ihm bleibt eine Woche, um den verheerenden Bombenanschlag auf das Live Aid Festival zu verhindern – das Konzertereignis der Achtziger, mit dem der Tod seines Vaters eng verknüpft ist. Und es wird schwieriger als gedacht, sich nicht in der eigenen Kindheit zu verlieren. Denn Nori hat etwas mitgebracht aus der Zukunft: sich selbst.

„Ich werde auf dieser Schaukel sitzen bleiben, meine Füße nie wieder auf den Boden stellen, der aus Sand ist. Bis jenseits der Schulhofgrenze die Atombomben zünden und alles verbrennt wie in Terminator 2. Dann wird die Hitze den Sand in grünes Glas verwandeln, auf dem ich gehen kann.“

Nach seinem Debüt „Der Sommer der Vergessenen“ präsentiert René Grandjean mit „Make new Memory oder wie ich von vorn begann“ seine Version des Coming of Age: Komisch, tragisch, unkonventionell.

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